Die sechs besten Hausmittel bei Erkältung und worauf Sie verzichten können

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Wenn sich Husten, Schnupfen und Heiserkeit ankündigen, können manche Hausmittel Linderung verschaffen. Ein Überblick über Wickel, Inhalationen, Bäder und Tees sowie Tipps, die Sie mit gutem Gewissen ignorieren können.

© Subbotina / depositphotos.com
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1. Fußbad bei beginnender Erkältung

Über die Füße kann die Körpertemperatur sanft angehoben werden. Dadurch verstärkt sich die körpereigene Abwehr und die beginnende Erkältung kann im Idealfall abgewandt werden. Stellen Sie Ihre Füße in eine Schüssel und lassen Sie zunächst Wasser mit 35 Grad Celsius ein. Nachdem Sie so für einen Moment ausharren, erwärmen Sie das Bad auf bis zu 40 Grad Celsius, indem Sie circa alle drei Minuten warmes Wasser zulaufen lassen.

2. Inhalationen bei Schnupfen und Husten

Geeignet ist warmer Dampf zwischen 42 und 47 Grad Celsius, um das Sekret zu lösen und die Schleimhäute in der Nase und im Rachen abschwellen zu lassen. Geeignet sind Salze genauso wie ätherische Öle aus Eukalyptus oder Salbei. Was besser wirkt, ist individuelles Empfinden – probieren Sie es aus. Wichtig: Kinder sollten nicht mit mentholhaltigen Stoffen inhalieren, da sie in dieser Altersgruppe Atemnot auslösen können. Gleiches gilt für Menschen mit empfindlichen Atemwegen wie Asthmatiker.

3. Wadenwickel bei Fieber

Fieber ist keine Krankheit, sondern eine Abwehrreaktion des Körpers auf die Erreger. Von daher sollte es nicht unbedingt immer sofort gesenkt werden. Wer es dennoch nach einer gewissen Zeit wünscht, kann auf die schonende Alternative – nämlich Wadenwickel – zurückgreifen.

Feuchten Sie hierfür ein dünnes Tuch mit handwarmen Wasser an und legen Sie dieses ausgewrungen über die Waden. Bei Kindern sollten die Wickel nach rund zehn Minuten entfernt werden, Erwachsene können dieses Hausmittel etwa 20 Minuten wirken lassen. Achten Sie bei Wadenwickel darauf, dass Ihre beziehungsweise die Waden des Kindes vor der Anwendung warm sind, sonst kühlen Sie im Anschluss zu sehr aus.

4. Kälte bei Heiserkeit

Bei Heiserkeit sind Stimmbänder und Stimmlippen angeschwollen. Kälte lässt diese Schwellung zurückgehen. Lutschen Sie entweder Eiswürfel oder legen Sie sich einen kalten Waschlappen auf den Hals. Beides wirkt allerdings nur kurzzeitig. Um dauerhaft wieder gut bei Stimme zu sein, hilft nur eines: Schonen. Sprechen Sie so wenig wie möglich und wenn doch, dann bitte nicht im Flüsterton, sondern mit halblauter Stimme, das ist am schonendsten.

5. Tee bei Halsschmerzen

Unsere Schleimhäute funktionieren am besten, wenn Sie schön feucht sind. Denn der Schleim enthält Stoffe, die Keime abwehren können. Ist die Schleimhaut erkältungsbedingt trocken, ist sie deutlich anfälliger für Erreger. So empfiehlt es sich beim ersten Kratzen im Hals, Tees zu trinken. Es eignen sich beispielsweise Salbei-, Kamillen- oder Lindenblütentees.

6. Hühnersuppe bei allgemeinem Krankheitsgefühl

Eine selbst gekochte Hühnersuppe kann zum allgemeinen Wohlbefinden beitragen. Schonend gekocht, gibt das Suppenhuhn den Eiweißstoff Cystein frei. Dieser wirkt entzündungshemmend und abschwellend auf die Schleimhäute im Körper. Zudem stecken in der Suppe Zink, Eisen und Vitamine – diese Stoffe stärken das geschwächte Immunsystem.

Mythos: Auf diese Hausmittel können Sie verzichten

Heiße Milch mit Honig soll gegen Husten helfen. Hier kommt es jedoch auf die Form der Erkrankung an: Bei trockenem Reizhusten kann sie tatsächlich lindernd wirken, wer an einem produktiven Husten leidet, sollte die Milch lieber im Kühlschrank lassen – sie regt die Schleimproduktion noch mehr an.

Oft wird auch das Vitamin in der heißen Zitrone hoch angepriesen. Doch Vitamin C alleine kann in der Regel nicht vor einer Erkältung schützen. Zudem belastet die Zitronensäure unter Umständen einen gereizten Rachen zusätzlich.

Regelmäßige Saunabesuche, sagt man, beugen Erkältungen vor. Wer jedoch schon krank ist, hat in der Wärmestube nichts verloren. Denn im Gegensatz zur landläufigen Meinung, man könne Erkältungsviren einfach ausschwitzten, würde das Saunieren den Körper nur belasten. Die starke Hitze könnte sogar dafür sorgen, dass sich die Krankheit besonders heftig entwickelt.

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