Übergangszeit, kalte Füße & Co.: Erkältungsmythen im Check

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Wenn man merkt, dass sich eine Erkältung anbahnt, schieben es viele auf die Übergangszeit, also auf das kalte Wetter oder den Kollegen, der mit Schnupfnase ins Büro gekommen ist. Im Durchschnitt bekommen wir drei bis vier Erkältungen im Jahr, aber das liegt nicht unbedingt an der Übergangszeit.

Einen Schnupfen hat man sich leicht eingefangen und es gibt viele Theorien, was man dann besser vermeiden sollte, woher die Erkältung kommt und welche Tipps helfen sollen. Jedoch ist nicht unbedingt jede Theorie wahr. Wir schauen uns sieben Mythen rund um die Erkältung genauer an und klären, wie man sich letztendlich wirklich ansteckt und ob es tatsächlich etwas bringt, bei einer Erkältung Hausmittel zu verwenden.

1. Taschentücher – die Bakterienfalle Nummer Eins

Vor den eigenen Taschentüchern braucht man sich generell nicht zu fürchten, da man praktisch immun ist gegen die Viren, die einen ohnehin schon bevölkern. Allerdings stimmt es, dass man rücksichtsvoller sein sollte, wenn man erkältet ist und sich mit mehreren Menschen in einem Raum befindet. An fremden Viren kann man sich nämlich tatsächlich leicht anstecken. Daher sollte man den Papierkorb so häufig wie möglich leeren.

Taschentücher sollten nach einmaliger Benutzung entsorgt werden
Taschentücher in Papierkörben sollten schnell entsorgt werden
© sweetlouise / pixabay.com / CC0

2. Helfen Antibiotika bei Erkältung?

Nein. Antibiotika bekämpfen Bakterien, nicht aber die Viren, die die Erkältung auslösen. Lies hier, was genau der Unterschied zwischen Bakterien und Viren ist. Man kann bei einem Virus in den meisten Fällen getrost auf Antibiotika verzichten und zur Bekämpfung der Krankheit Hausmittel verwenden. In Punkt drei und vier klären wir, welche davon wirklich helfen.

3. Quarkwickel gegen Halsschmerzen

Quark ist nicht nur lecker und erfrischend, er kann auch gegen Halsschmerzen helfen. Das haben wir dem Inhaltsstoff Kasein zu verdanken, der entzündungshemmend ist und den Stoffwechsel antreibt. Es wird empfohlen, lauwarme Quarkwickel um den Hals aufzulegen, um die Schmerzen zu lindern. Das ist doch wesentlich angenehmer als Antibiotika.

4. Heißes Bier

Diese Idee hört sich an wie ein Scherz, ist aber tatsächlich wahr. Das heiße Bier enthält ätherische Öle und Bitterstoffe die beruhigend und antibakteriell wirken und schlaffördernd sind. Allerdings sollte man alkoholfreies Bier verwenden, da Alkohol dem Körper bekanntlich eher schadet als hilft. Auch sollte das Bier nicht über 40 Grad erhitzt werden, damit die helfenden Stoffe nicht verloren gehen. Mit ein bisschen Zucker oder Honig schmeckt das Ganze noch viel besser. Zugegeben, mit unserem klassischen Bier hat es nicht mehr viel zu tun, aber man will ja schließlich die Erkältung bekämpfen!

 

Warmes Bier hilft bei einer Erkältung
Warmes Bier hilft bei einer Erkältung, bitte nicht über 40°C erhitzen!
© tookapic / pixabay.com / CC0

5. Mit einer Erkältung gehört man ins Bett

Das stimmt nicht unbedingt. Natürlich sollte man, wie bereits erwähnt, öffentliche Orte mit vielen anderen Menschen aus Rücksicht meiden, wenn es einen stark getroffen hat. Aber eine Erkältung erfordert grundsätzlich keine strenge Bettruhe. Verständlicherweise fühlt man sich dennoch meist eher schlapp und liegt lieber, mit einer unterhaltsamen Serie auf dem Screen, auf dem Sofa.

6. Fieber in der Sauna bekämpfen

Das wird wohl eher nicht klappen. Gerade wenn man Fieber hat, ist ein Saunabesuch nicht empfehlenswert. Zwar stimmt es, dass regelmäßige Saunagänge das Immunsystem unterstützen, diese sollte man jedoch vorbeugend machen, wenn man gesund ist. Hat man sich die Viren bereits eingefangen und die Erkältung ist ausgebrochen, bringen die warmen Temperaturen die Erreger nur dazu, sich noch weiter auszubreiten.

7. Sport – ja oder nein?

Eine Erkältung dauert meistens nicht lange, daher sollte es nicht so schwer sein für ein paar Tage auf Sport verzichten. Ratsam ist dies definitiv. Wie bereits erwähnt, ist keine Bettruhe notwendig, aber erhöhte Körperaktivität schwächt das Immunsystem, wodurch sich die Erreger noch mehr ausbreiten können. Gegen einen Spaziergang an der frischen Luft ist wiederum nichts einzuwenden.