Zeckenbiss – Zecke richtig entfernen und Borreliose erkennen

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Weder Mensch noch Hund ist im Sommer vor den weit verbreiteten Zecken und deren Zeckenbiss gefeit. Die Sorge um eine mögliche Infektion durch die kleinen Plagegeister ist nicht gänzlich unbegründet, denn sie können Krankheiten wie FSME und Borreliose übertragen. Vor allem nach dem Wandern über Wiesen mit hohem Gras in kurzer Hose ist es nicht unwahrscheinlich, in den Sommermonaten von Zecken befallen zu werden. Wie Sie eine Zecke schnell und sicher entfernen, eine drohende Infektion frühzeitig erkennen, und eine Borreliose behandeln, erfahren Sie hier.

Was tun bei einem Zeckenbiss?
Was tun bei einem Zeckenbiss?

Die Zecke finden und richtig entfernen

Die Zecke möglichst schnell zu finden und zu entfernen ist nicht einfach, aber wichtig, um Infektionen und damit einhergehenden Krankheiten vorzubeugen. Die Tiere können blutleer gerade mal 1,5 Millimeter groß sein und sind dementsprechend schwer zu erkennen. Sie setzen sich vorwiegend in schwer erreichbaren Arealen fest, beispielsweise Kniekehlen, Achseln oder hinter den Ohren. Dort ist die Haut sehr dünn und das Hautklima warm und feucht.

Wenn Sie den Zeckenbiss lokalisiert haben, müssen Sie die Zecke schnellstmöglich und vollständig entfernen. Hierzu haben Sie im Idealfall eine spezielle Pinzette oder Zeckenkarte zur Hand, mit der die Entfernung sicher und schnell von Statten geht. Wichtig ist, dass Sie nicht nur den Zeckenkörper, sondern auch den Kopf entfernen. Dieser sitzt mitunter tief in der Haut, daher sollten Sie hier vorsichtig vorgehen, damit der Kopf nicht abreißt und stecken bleibt. Setzen Sie die Pinzette unter dem Körper, direkt über dem Kopf an und drehen Sie langsam, bis sich die Zecke von selbst herausgedreht hat.

Borreliose Symptome nach Zeckenbiss

Nach einem Zeckenbiss sollte man noch einige Zeit aufmerksam auf mögliche Borreliose Symptome achten. Zwar ist die Infektion nach schneller Entfernung unwahrscheinlich, jedoch nicht auszuschließen. Zu den anfänglichen Symptomen gehören:

  • Müdigkeit
  • Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen
  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Appetitlosigkeit
  • geschwollene Lymphknoten
  • Rötungen am ganzen Körper

In fortgeschrittenem Stadium der Infektionen können auch Nervenschmerzen, Lähmungen und Empfindungsstörungen auftreten, die bis hin zur Hirnhautentzündung führen können.

Ein nahezu eindeutig Zeichen ist die sogennante “Wanderröte”. Sie tritt einige Stunden bis Wochen nach der Übertragung der Borrelien auf und erscheint ganz typisch direkt an der Stichstelle in einer kreisrunden Form. Die Röte kann mit der Zeit größer oder kleiner und auch dunkler oder heller werden. Eine diffuse Rötung ist genauso möglich wie eine scharf abgegrenzte. Hin und wieder ist gar keine Rötung, sondern nur eine hitzig warme Stelle zu beobachten. In einem Bluttest kann die Infektion eindeutig nachgewiesen werden.

Borreliose behandeln

Treten nach einem Zeckenstich entsprechende Symptome auf, sollten Sie dringend einen Arzt aufsuchen und die drohende Borreliose behandeln lassen. Die Therapie umfasst unter anderem die mehrwöchige Einnahme von Antibiotika, die vom Arzt dem Stadium der Erkrankung angepasst werden. Die Gabe von Antibiotikum ist vor allem im frühen Stadium der Borreliose wirksam.

Vor Zeckenbiss schützen

Mit langer Kleidung kann man sich am besten vor einem Zeckenbiss schützen. Wenn Sie direkt in Gebiten mit hohem Gras unterwegs sind, stecken Sie am besten auch noch die Hosenbeine in die Socken. So können Tiere nicht unter die Hose krabbeln und sich festbeißen. Gummistiefel sind ebenfalls eine gute Idee.

Zecken krabbeln in der Regel nicht höher als 150 cm, demnach sind allerdings kleinere Kinder am ganzen Körper gefährdet und sollten nach dem Spielen in Gras unbedingt von oben bis unten nach einem Zeckenbiss abgesucht werden. Sinnvoll ist der vorherige Einsatz von einem guten Zeckenspray, dass die Tiere abschreckt.