Wer unter Eisenmangel leidet, klagt vor allem über Müdigkeit und Konzentrationsschwäche. Frauen sind dabei häufiger betroffen als Männer. Oft sprechen die Mitmenschen auch auf die auffällige Blässe im Gesicht an. Doch sollte man in diesem Fall nicht einfach unkontrolliert frei verkäufliche Eisenpräparate zu sich nehmen, denn zu viel davon kann dem Körper schaden.

Müdigkeit ist eines der Symptome bei Eisenmangel

Wofür braucht der Körper Eisen?

Eisen ist lebenswichtig für uns. Es hilft dem Organismus, einen Teil der roten Blutkörperchen zu bilden (Hämoglobin). Die Blutkörperchen versorgen unsere Zellen mit ausreichend Sauerstoff.

Verbraucht der Körper zu viel Eisen und kommt über die Nahrung zu wenig nach, entsteht ein Missverhältnis und somit ein Mangel im Körper. Bei Frauen geht in den Tagen der Menstruation durch die Blutung enorm viel Eisen verloren. Auch während der Schwangerschaft ist der Bedarf an Eisen erhöht. Die Plazenta und das heranwachsende Baby verbrauchen viel Eisen. Bei der Geburt verliert der weibliche Körper nochmals eine Menge von dem Spurenelement.

Eisenmangel bleibt häufig zunächst unbemerkt

Bevor der Körper erste Symptome bei Eisenmangel zeigt, greift er zunächst auf seine Vorräte zurück. Anschließend kommt es zu einer leichten Blutarmut, da nicht mehr ausreichend Hämoglobin gebildet werden kann.

Die typischen Symptome bei Eisenmangel im Überblick:

  • Müdigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Blässe
  • Kopfschmerzen
  • Herzrasen
  • Schwindel
  • brüchige Nägel, Haarausfall
  • kleine Einrisse in den Mundwinkeln

Sofern in der Schwangerschaft zu wenig Eisen im Körper der Frau vorhanden ist, steigt das Risiko eines Früh- oder Fehlgeburt. Auch das Kind kann Schaden im Wachstum und der Entwicklung des Gehirns nehmen. Bei der frauenärztlichen Untersuchung wird daher immer auch der Hämoglobin-Wert im Blut ermittelt.

Liegt keine Schwangerschaft vor, sollte ein chronischer Eisenmangel ebenfalls vom Arzt abgeklärt werden. Es kann sich beispielsweise um Blutungen im Magen-Darm-Trakt, andere Darmerkrankungen wie Zöliakie, Geschwüre oder Tumore handeln. Ist hier vom Arzt alles abgeklärt, wird er Ihnen Eisenpräparate verschreiben.

Eisenmangel durch gezielte Ernährung vorbeugen

Einen nicht organisch bedingten Eisenmangel bekommt man normalerweise durch eine ausgeglichene, gesunde Ernährung in den Griff. Fleisch, Fisch und Innereien (hier müssen Schwangere allerdings die Finger von lassen!) liefern viel Eisen. Vegetarier und Veganer greifen auf Hafer, Soja, Hülsenfrüchte und Spinat sowie Pfifferlinge sind gute Alternativen.

Ärzte raten dazu, zu den eisenhaltigen Lebensmitteln ein Glas Orangensaft zu trinken. Vitamin C fördert die Aufnahme von Eisen in unseren Organismus. Schwarzer Tee und Kaffee wirken hingegen eher störend.

Share Button
Similar Posts

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.