Für eine gute und wirksame Behandlung von Sportverletzungen zählt jede Sekunde. Es lohnt sich, entsprechende Salben im Haus oder in der Sporttasche zu haben und mit kalten Gegenständen wie Trinkflaschen schnell eine gezielte Kühlung zu ermöglichen.

Zuerst immer an die PECH-Regel denken

Bei einer Sportverletzung ohne Bruch und Blutung sollte zunächst immer nach dem PECH-Prinzip gehandel werden:

1. P wie Pause: Das betroffenen Bereich ruhen lassen.
2. E wie Eis: Kühlen.
3. C wie Compressione: Ein Druckverband hilft gegen das Anschwellen.
4. H wie Hochlagern: Um Blutddruck auf das Körperteil zu senken.

Kühlen bei einer Verstauchung

Bei einer Verstauchung ist man meistens umgeknickt, das passiert beim Laufsport häufig. Durch die ruckartige, ungewohnte Bewegung werden Bänder um das Gelenk herum gezerrt und gedehnt. Hier ist eine schnelle Kühlung sehr wichtig! Die Kühlung sollte mehrere Stunden anhalten bzw. im Laufe der folgenden Stunden immer wieder stattfinden. Sofern sich die Verletzung in den folgenden Tagen mit starken Schmerzen, eine Schwellung und Blutergüssen verschlimmert, suchen Sie bitte den Arzt auf.

Eine Verrenkung mit Bandagen stabilisieren

Bei einer Verrenkung muss der Arzt helfen. Hier ist nämlich ein Knochen aus dem Gelenk gesprungen, was eingerenkt werden muss. Mit stützenden Bandagen oder auch einer Schiene und Gips wird die Verletzung für mehrere Tage stabilisiert.

Sportverletzungen schnell selbst behandeln
© halfpoint

Prellungen mit Salben und Arnica behandeln

Bei Prellungen winken schmerzhafte und teilweise langwierige Blütergüsse oder auch Beulen. Schon bei kleinen Kindern wirkt die homöopathische Gabe von 5 Globuli Arnica dreimal im Abstand von 15 Minuten (Potenz und weitere Dosierung bitte an das Alter anpassen) nach einem Zusammenstoß mit den Köpfen manchmal Wunder. Wer wirklich schnell und konsequent handeln, kann Beulen und Blutergüsse im besten Fall gänzlich vermeiden! In der Regel werden diese aber deutlich abgeschwächt. Auch Arnicasalbe wirkt hier gut. Salben mit Beinwell oder Eisenhut sind Alternativen, die man in Drogerien oder in der Apotheke vorsorglich kaufen kann und immer zu Hause haben sollten.

Zerrungen müssen ruhiggestellt werden

Eine Zerrung entsteht, wenn wir uns vor körperlichen Betätigungen nicht ausreichend aufgewärmt haben und die Muskulatur auf Anstregung nicht ordentlich vorbereitet wurde. Hier reißt dann in dem Überlastungsmoment eine Mikrofaser.

Eine sofortige Ruhigstellung kurz nach dem reißenden Schwerz im betroffenen Muskel ist zu empfehlen. Anschließend sollte dieser Muskel im Wechsel leicht zu dehnen und wieder zu bewegen. Kühlen tut ebenfalls gut. Ein Kühlpack oder eine kalte Flasche reichen meist aus. In den Tagen nach der Zerrung wird die betroffene Stelle Sie mit starkem Muskelkater an die Verletzung erinnern.

So können Sie Sportverletzungen vermeiden

Sportverletzungen entstehen da, wo wir dem Körper zu viel zumuten. Beim Joggen beispielsweise, sollten Sie die Belastung so wählen, dass Sie sich noch locker unterhalten können. Damit das Schienbein bei jedem Auftreten nicht überlastet wird, ist Schritt für Schritt auf ein Abrollen des Fußes von der Ferse bis zum Zeh zu achten.

Vermeiden Sie bei jeder Sportart krampfhafte Haltungen
, z.B. beim Fahrradfahren das dauerhafte Durchstrecken der Arme. Es führt zu Verspannungen der gesamten Muskulatur.

Wärmen Sie Ihre Muskeln vor der körperlichen Betätigung eine Minuten lang in moderatem Tempo auf! Allein dadurch kann eine Vielzahl von Sportverletzungen vermieden werden.

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