Kneipp-Anwendungen helfen bei Erkältungen

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Kneipp entdeckte, dass Wasser eine heilende Wirkung haben kann, wenn man am Körper mit warmen oder kalten Impulsen die richtigen Stellen stimuliert. Auch zu Hause sind verschiedene Kneipp-Anwendungen problemlos möglich.

Kneipp-Anwendungen helfen gut bei Erkältungen
© kzenon / istockphoto.com

Kneipp-Anwendungen helfen sowohl bei Grippe als auch bei Schlafstörungen

Ansteigendes Fußbad, Schenkelguss, Knieguss, Tautreten, Vollbad, Wassertreten – das alles sind Begriffe, die wir schon irgendwann einmal gehört haben. Sie gehören zu der heilsamen Therapieform des Kneippens, entwickelt von Sebastian Kneip gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Das Kneippen funktioniert nicht nur unter Anweisung während einer Kur. Sehr unkompliziert können die Anwendungen auch zu Hause am Waschbecken oder in der Dusche durchgeführt werden. Gerade bei akuten Beschwerdezuständen ist eine rasche Hilfe möglich.

Verschiedene Beschwerden können durch regelmäßiges Kneippen zu Hause gelindert werden:

  • Grippale Infekte
  • Schlafstörungen
  • Rheumatische Beschwerden
  • Krampfadern
  • Kopfschmerzen
  • Verdauungsprobleme
  • Durchblutungsstörungen

Ein ansteigendes Fußbad kann eine Erkältung stoppen

Besonders bekannt innerhalb der Reihe an Kneipp’schen Anwendungen ist das ansteigende Fußbad. Gerade bei einer drohenden Erkältung sollte keine Zeit verloren werden, um ihr Kontra zu bieten. Das Fußbad sollte nur einmal am Tag Anwendung finden und von einer anfänglichen Temperatur von 33°C innerhalb von höchstens 10 Minuten auf maximal 45°C erwärmt werden. Als Basis eignet sich ein hohes Gefäß, am besten ein großer Plastikeimer. Hier werden die Füße hineingestellt. Alle ein bis zwei Minuten wird ein wenig heißes Wasser hinzugegeben, so dass die Temperatur langsam und nicht sprunghaft ansteigt. Nach dem Bad sollten Unterschenkel und Füße ca. 5 Minuten mit kühlen Leitungswasser abgebraust werden.

Das Fußbad bewirkt, dass die Durchblutung gesteigert wird. Frösteln vergeht, der Organismus wird gewärmt. Eventuell kommt es zu einem unproblematischen Schweiß-Ausbruch.

Wassertreten härtet ab und fördert die Durchblutung

Wassertreten regt nicht nur die Durchblutung an, sondern fördert auch den Stoffwechsel. Eine Wanne sollte dazu wadenhoch mit leitungskaltem Wasser gefüllt werden. Anschließend wird im Storchengang (Beine ganz herausheben und mit den Zehenspitzen wieder ins Wasser eintauchen) auf der Stelle getreten. Wenn es gefühlsmäßig zu kalt wird, sollte man Schluss machen. Danach ist es wichtig, die Füße wieder zu erwärmen. Es bieten sich dazu in der kalten Jahreszeit Wollsocken an.

Weitere hilfreiche Anwendungen wie z.B. den Knieguss bei kribbeligen Beinen (gut auch in der Schwangerschaft) findet man hier: www.kneipp.de

Wer war Sebastian Kneipp?

Sebastian Kneipp wurde 1821 geboren. Er entdeckte während seines Theologie-Studiums ein Buch zum Thema Wasserheilkunde. Sein Wissen half ihm, seine eigene Lungenkrankheit auszukurieren. Anschließend widmete er sich vermehrt der Heil-Kraft des Wassers und entwickelte die Therapieform des Kneippens. Beruflich war Kneipp bis zu seinem Tod 1897 im Allgäu als Pfarrer tätig.

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