Effektiver Schutz vor Zecken – wichtige Informationen zu Borreliose und Co.

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Nein, sie fallen nicht von den Bäumen – Zecken lauern in der Bodengegend und hängen sich beispielsweise an unsere Haut, sobald wir den Grashalm streifen, auf dem sie sitzen. So können Sie sich vor den kleinen Spinnentieren schützen.

Wo lauern Zecken?

Effektiver Schutz vor ZeckenGenerell sitzen die kleinen Tiere nicht in den Baumkronen über uns, sie tummeln sich im Unterholz, im Gebüsch und auf Gras bzw. Gräsern. Wer hier mit nackter Haut direkt entlangstreift, liefert sich den Blutsaugern im Prinzip direkt aus. Dabei ist eine Höhe von bis zu 150 cm für die Zecken überbrückbar, sie kommen uns also nicht nur im Bereich der Beine in die Quere sondern erreichen auch Arme, Bauch und bei Kindern sogar Schultern und Kopf.

Damit wir sie nicht sofort sehen, haben Zecken die Eigenschaft, sich an höhlenartigen und feuchten Stellen niederzulassen. Sofern also irgendwo eine dunkle Nische wie eine Falte, Kniekehle oder eine Achselhöhle  für sie erreichbar erscheint, werden sie schnellstens dorthin krabbeln und sich festsetzen. Auch die Leistengegend mit ihrer besonders dünnen Haut ist sehr interessant für Zecken. Dieses Verhalten der Tiere führt natürlich dazu, dass wir sie nicht auf Anhieb sehen.

In den Parks und Waldgebieten von Städten ist man übrigens genauso Zecken ausgesetzt wie auf dem Land!

Was schreckt Zecken ab?

Um kein opfer von Zeckenbissen zu werden, empfehlen Experten folgende Maßnahmen, wenn es gar nicht vermieden werden kann, durch’s Unterholz oder Gebüsch zu streifen:

  • helle Kleidung bevorzugen, hierauf kann man die dunklen Tiere besser erkennen
  • lange Hosenbeine tragen und diese in die Socken stecken
  • Oberteile mit langem Arm tragen
  • auch das Shirt, Hemd oder Bluse in den Bund stecken
  • Zeckenschutzmittel auftragen, z.B. von Autan
  • sofort nach dem Gang durch die Gefahrenzone den Körper nach Zecken absuchen

Zecke entfernen

Mit einer speziellen Pinzette oder einer Zeckenkarte lässt sich eine festgebissene Zecke unkompliziert herausziehen. Achten Sie unbedingt darauf, dass der Kopf der Zecke mit herausgezogen wird. Sollte er stecken bleiben, müssen Sie einen Arzt aufsuchen, um Komplikationen zu verhindern!

Welche Krankheiten werden übertragen?

Zunächst einmal übertragen nicht alle Zecken automatisch Krankheiten. In manchen Regionen und Zeiträumen ist die Wahrscheinlichkeit allerdings größer. Im Frühjahr z.B. sind sie häufig Überträger der FSME Frühsommer-Meningo-Enzephalitis, einer Hirnhautentzündung. Diese erkennt man an Symptomen, die der Sommergrippe stark ähneln.

Die Borreliose beginnt in der Regel erst einige Tagen nach dem Zeckenbiss und äußert sich häufig (nicht immer!) mit einer kreisrunden Rötung um den Zeckenbiss herum. Hinzu kommen Schwindel, Muskelschmerzen und Fieber. Borreliose-Erreger treten erst nach längerem Saugen in die Blutbahn ein, ein schnelles Entfernen der Zecke kann hier also schützen! Wer den Erreger in sich trägt, muss mit Antibiotika behandelt werden.

Eine weitere Infektion, die von Zecken übertragen werden kann ist die Ehrlichiose.  Diese bakterielle Infektion geht mit heftigen Fieberschüben einher und kann Leber und Nieren schädigen.

Für wen lohnt sich eine Zecken-Impfung?

Menschen, die in Risikogebieten wie Bayern, Thüringen, Hessen und Rheinland-Pfalz  leben oder dort Urlaub machen sollten über eine Impfung nachdenken. Der Schutz tritt erst 14 Tage nach der zweiten Impfdosis ein.

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