Fast jede Frau kennt den stechenden Schmerz beim Wasserlassen und das anhaltende Gefühl, wieder auf Toilette gehen zu müssen. Eine Blasenentzündung ist lästig und oft langwierig. Antibiotika helfen zwar, werden aber bei mehrfachem Gebrauch in ihrer Wirksamkeit immer schwächer. Hier erfahren Sie, welche Mittel sonst noch schnell Schmerzfreiheit bringen können.

Blasenentzündung vorbeugen mit Preiselbeersaft
Cranberry-Saft hilft bei Blasenentzündung
© w.r.wagner / pixelio.de

Ursachen einer Blasenentzündung

Die meisten Blasenentzündungen entstehen aufgrund von E.coli Bakterien, die vom After zum Blaseneingang gelangen und von dort aus aufsteigen. Wir die Blase nicht ordentlich geleert, können Sie sich vermehren und eben eine Entzündung verursachen. Daher gilt es, nach dem großen Geschäft immer von vorne nach hinten zu wischen, mindestens 2 Liter Flüssigkeit pro Tag zu trinken und häufig die Blase zu entleeren. Das „Verkneifen“ kann hier unangenehme Folgen haben.

Nach dem Geschlechtsverkehr sollte ebenfalls die Blase geleert werden und der Genitalbereich gewaschen werden.

Wenn Sie Stringtangas tragen, achten Sie darauf, dass diese immer sauber sind und keine Bakterien vom After an den Eingang zur Blase gelangen könnten.

Um das Immunsystem dauerhaft zu stärken, empfiehlt sich eine gesunde und ausgewogene, vitaminreiche Ernährung.

Was kann ich bei einer akuten Blasenentzündung tun?

Auf jeden Fall viel trinken, auch wenn das Wasserlassen wehtut. Die Keime müssen aus der Blase gespült werden und das gelingt nur, wenn diese regelmäßig gefüllt wird. Im Handel sowie in Apotheken sind Nieren- und Blasentees zu bekommen (Tipp: Harntee Steiner), die Auszüge von Brennnessel, Goldrute und Birkenblättern beinhalten und damit zur vermehrten Harnbildung sowie Ausschwemmung der Keime in der Blase beitragen. Vermeiden sollte man das Trinken von Alkohol, Kaffee oder Zitrussäften. Diese Getränke reizen die Blase zusätzlich.

Wärme und gleichzeitige Feuchtigkeit in der Unterhose sind auf jeden Fall zu vermeiden. Daher ist Baumwollunterwäsche empfehlenswert, die nicht zu eng anliegt. Zur Schmerzreduktion eignet sich ein Wärmekissen auf dem Unterbauch oder auch ein warmes Sitzbad mit Kamillenblüten und Salbei aus der Apotheke. Dies lässt sich am einfachsten mit einer 35-Liter-Mülltüte direkt an der Toilettenbrille anbringen. Dazu einfach die Mülltüte um die Brille schlagen und den Boden der Tüte mit warmem Wasser füllen, 10 Minuten hineinsetzen.

Wann zum Arzt?

Wenn die Beschwerden länger andauern als zwei Tage, sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden. Er wird einen Urintest machen und höchstwahrscheinlich ein Antibiotikum verschreiben. Dieses sollten Sie auf jeden Fall genauso einnehmen, wie es Ihnen empfohlen wird – ein Abbrechen der Behandlung kann zur Bildung von resistenten Bakterien und somit zu einem schnellen Rückfall führen!

Wie kann ich einer Blasenentzündung vorbeugen?

Die Füße sollten niemals frieren. Sobald Sie merken, dass die Füße kalt werden (oft an Sommerabenden in offenen Schuhen), gehen Sie ins Haus oder wechseln Sie die Schuhe. Ferner kann der regelmäßige Genuss von Preiselbeersaft oder Cranberrys (z.B. in getrockneter Form) dabei helfen, eine Blasenentzündung vorzubeugen und vor allem, einen Rückfall zu verhindern.

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